{"id":1637,"date":"2019-01-09T12:16:52","date_gmt":"2019-01-09T11:16:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.d-kart.de\/?p=1637"},"modified":"2019-01-09T12:16:54","modified_gmt":"2019-01-09T11:16:54","slug":"conference-debriefing-5b-big-data-kuenstliche-intelligenz-und-algorithmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/blog\/2019\/01\/09\/conference-debriefing-5b-big-data-kuenstliche-intelligenz-und-algorithmen\/","title":{"rendered":"Conference Debriefing (5b): Wie gef\u00e4hrlich sind Big Data, K\u00fcnstliche Intelligenz und Algorithmen f\u00fcr den Wettbewerb?"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Gestern <a href=\"https:\/\/www.d-kart.de\/conference-debriefing-5a-wie-gefaehrlich-sind-big-data-kuenstliche-intelligenz-und-algorithmen-fuer-den-wettbewerb\/\">berichtete<\/a> Anja R\u00f6sner vom DICE hier im Blog \u00fcber eine Konferenz in Br\u00fcssel. Die steigende Bedeutung von \u201eBig Data\u201c, k\u00fcnstlicher Intelligenz und Algorithmen hat ja eine intensive Debatte \u00fcber die Implikationen f\u00fcr das Wettbewerbsrecht und eine Flut an Konferenzen ausgel\u00f6st. Heute berichtet Adrian Deuschle vom Lehrstuhl Podszun wie in Hamburg die Diskussion steht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Konferenzname: <\/strong>Algorithmen,\nK\u00fcnstliche Intelligenz und Wettbewerb<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ort &amp; Zeit:<\/strong>\nHelmut-Schmidt-Universit\u00e4t der Bundeswehr Hamburg (HSU), 23.11.2018<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gastgeber:<\/strong>\nDas Hamburger Forum Medien\u00f6konomie (hfm) unter Leitung von Prof. Dr. Ralf\nDewenter von der HSU und Prof. Dr. Ulrich Schwalbe von der Universit\u00e4t\nHohenheim<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong>\nWettbewerbs\u00f6konomen, Kartellrechtler und Informatiker. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Algorithmen? Was kann\nman darunter eigentlich verstehen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Deuschle-e1546958844114.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Deuschle-225x300.jpg\" alt=\"Adrian Deuschle ist unser Mann vor Ort.\" class=\"wp-image-1641\"\/><\/a><figcaption>Adrian Deuschle, unser Mann vor Ort, informiert sich \u00fcber  <br>Algorithmen, K\u00fcnstliche Intelligenz und Wettbewerb.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wie wir <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Publikationen\/GrauePublikationen\/Was_die_Deutschen_ueber_Algorithmen_denken.pdf\">wissen<\/a>, wissen die Deutschen nichts kaum etwas \u00fcber Algorithmen. Daher war es besonders lehrreich, dass Dr. Daniel Hennes, Lehrstuhlvertreter f\u00fcr maschinelles Lernen und Robotik an der Universit\u00e4t Stuttgart, erstmal erkl\u00e4rte wie Algorithmen und k\u00fcnstliche Intelligenz funktionieren. Die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/schreckgespenst-mathematik-formeln-schrecken-forscher-ab-a-840966.html\">mathematischen Formeln<\/a>, die hinter den Algorithmen stecken, erspare ich Ihnen an dieser Stelle. Die Komplexit\u00e4t von Preisalgorithmen variiert sehr stark. Es gibt sehr einfache Algorithmen, die auf simplen heuristischen Regeln beruhen. Auf der anderen Seite gibt es hochkomplexe neuronale Netze die sich mit der Zeit ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, je nachdem welchen Input sie bekommen. Diese Algorithmen nutzen maschinelles Lernen um sich weiterzuentwickeln. Bei vielen preissetzenden Algorithmen wird \u201ereinforcement learning\u201c oder zu Deutsch \u201ebest\u00e4rkendes Lernen\u201c angewendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Reinforcement steht dabei f\u00fcr Lernen durch Versuch und Irrtum und Learning f\u00fcr Darstellung, Bewertung und Optimierung. Verhaltensmuster, die einen hohen Gewinn erzielen, werden best\u00e4rkt und weniger erfolgreiches Verhalten wird abgeschw\u00e4cht. Reinforcement learning wurde in der Vergangenheit sehr erfolgreich genutzt um in Spielen wie <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/poker-mensch-gegen-maschine-libratus-der-gangster-a-1133714.html\">Poker<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kuenstliche-Intelligenz-AlphaZero-meistert-Schach-Shogi-und-Go-3911703.html\">Schach<\/a> oder dem noch komplexeren <a href=\"https:\/\/www.wired.de\/collection\/science\/googles-ki-alphago-lernt-von-alphago\">GO<\/a> zu \u00e4u\u00dferst effektiven Ergebnissen zu kommen. Maximilian Bank, der CEO von Patagona, stellte in seinem Vortrag \u00fcber Preisoptimierung im Online-Handel ein eher einfaches Tool f\u00fcr Online H\u00e4ndler und Hersteller zum Repricing und Dynamic Pricing vor. Bei der Verwendung von Dynamic Pricing bekommt jeder Kunde einen individuellen Preis angezeigt. Es handelt sich dabei laut Bank um einen experimentellen Ansatz, der bei den iPad-Besitzern unter den Verbrauchern eher wenig Akzeptanz genie\u00dft. Repricing dagegen bedeutet einen Preis f\u00fcr alle, der bei Amazon innerhalb von 5-10 Minuten und bei Ebay und anderen Vergleichsseiten ein bis vier Mal t\u00e4glich ver\u00e4ndert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Interessant! Aber was\nhat das mit Kartellrecht zu tun?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Programme-e1546958826793.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Programme-225x300.jpg\" alt=\"Das Programm der Konferenz \u00fcber k\u00fcnstliche Intelligenz.\" class=\"wp-image-1644\"\/><\/a><figcaption>Ein volles Programm.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.monopolkommission.de\/index.php\/de\/beitraege\/216-xxii-algorithmen\">Unter Wettbewerbsh\u00fctern geht die Angst um<\/a>, dass preissetzende Algorithmen durch die Beobachtung der Preise von Konkurrenten, die auch von Algorithmen festgelegt werden, innerhalb von k\u00fcrzester Zeit eine Koordination erreichen. Dies k\u00f6nnte zu Kartellpreisen f\u00fchren, die den Gewinn aller Unternehmen im Markt zu Lasten der Verbraucher maximieren. Allerdings verbietet das Kartellverbot nur explizite, nicht aber implizite Koordinierung. Werden Algorithmen also nur als Hilfsfunktionen verwendet wie bei <a href=\"https:\/\/www.justice.gov\/opa\/pr\/former-e-commerce-executive-charged-price-fixing-antitrust-divisions-first-online-marketplace\">Topkins<\/a> bzw. dem britischen <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/cma-issues-final-decision-in-online-cartel-case\">Poster Fall<\/a>, k\u00f6nnen wir mit den bestehenden gesetzlichen Regelungen arbeiten. Ein bewusstes Parallelverhalten wie im Tankstellenkartell ist nicht vom Anwendungsbereich erfasst. <a href=\"https:\/\/www.d-kart.de\/advent-calendar\/5-december-2018\/\">Kim Manuel K\u00fcnstner<\/a> von Schulte Riesenkampff stellte in seinem Vortrag daher die relevante Frage, ob Algorithmen aus jedem Markt einen Tankstellenmarkt machen k\u00f6nnen. Dazu m\u00fcssten die Algorithmen aber ohne entsprechende Programmierung kollusiv zusammenwirken.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ist eine vollst\u00e4ndig\nautomatische algorithmische Kollusion tats\u00e4chlich m\u00f6glich oder handelt es sich\num \u201elegal sci-fi\u201c?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das ist die Gretchenfrage in dieser Diskussion, der sich Prof. Schwalbe in seinem Vortrag annahm. Selbstlernende Algorithmen sind sehr erfolgreich in Spielen wie Poker, GO und Schach. Diese Algorithmen sind aber hochspezialisiert. Sie arbeiten in einfachen, deterministischen Umgebungen mit festen, klar definierten Regeln. Wenn sich die Umgebung oder die Regeln \u00e4ndern, k\u00f6nnen die Algorithmen das erlernte Verhalten nicht einfach \u00fcbertragen. Ein neuer Lernprozess ist n\u00f6tig. Komplexe M\u00e4rkte mit vielen Teilnehmern, zahlreichen Strategien und unvollst\u00e4ndigen Informationen sind f\u00fcr Algorithmen eine Herausforderung. Ob Algorithmen auf M\u00e4rkten zu einem kollusiven Marktergebnis kommen, wurde von \u00d6konomen in zahlreichen Studien erforscht. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis: ein kollusives Verhalten der Algorithmen ist m\u00f6glich, aber nicht das einzige Ergebnis. Komplexere Algorithmen tendieren eher zu einem nicht kooperativen Verhalten. Zu einer stillschweigenden Abstimmung (tacit collusion) kommt es nur unter ganz bestimmten Bedingung. Zwei Firmen m\u00f6glichst derselben Gr\u00f6\u00dfe agieren auf einem Markt mit einer symmetrischen Kostenstruktur, Produktpalette und homogenen Produkten. Das sind aber die gleichen Bedingungen, unter denen auch jetzt schon typischerweise stillschweigende Abstimmungen entstehen. Das ist also kein spezifisches Problem des Einsatzes von Algorithmen. Die Gefahr einer stillschweigenden Vereinbarung w\u00e4re deutlich h\u00f6her, wenn die Algorithmen in der Lage w\u00e4ren untereinander zu kommunizieren. Das ist grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich, die Forschung hierzu steckt aber noch in den Kinderschuhen. Im Ergebnis hielt Ulrich Schwalbe somit fest, dass ein kollusives Zusammenwirken von Algorithmen nach derzeitigem Stand der Forschung zwar m\u00f6glich ist, aber nicht so wahrscheinlich oder unvermeidlich wie in vielen Beitr\u00e4gen suggeriert wird.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Es ging also nur um\nkollusives Zusammenwirken von Algorithmen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Audience-e1546959117385.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"211\" src=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Audience-e1546959117385-300x211.jpg\" alt=\"Viele Teilnehmende lauschen gebannt dem Vortragenden.\" class=\"wp-image-1645\" srcset=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Audience-e1546959117385-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Audience-e1546959117385-768x541.jpg 768w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Audience-e1546959117385-600x422.jpg 600w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Audience-e1546959117385-440x310.jpg 440w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Audience-e1546959117385-384x270.jpg 384w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/CD5b-Audience-e1546959117385.jpg 1020w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Gebannte Teilnehmende.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nein! Sebastian Wismer vom Bundeskartellamt, das im Juni ein\n<a href=\"https:\/\/www.bundeskartellamt.de\/SharedDocs\/Meldung\/DE\/Pressemitteilungen\/2018\/19_06_2018_Algorithmen.html?nn=3591568\">gemeinsames\nProjekt<\/a> mit der franz\u00f6sischen Wettbewerbsbeh\u00f6rde zu Algorithmen und\nderen Auswirkungen auf den Wettbewerb gestartet hat, problematisierte den\nZugang zu bzw. der Nutzung von Algorithmen als Marktmachtfaktor. In der Tat\nk\u00f6nnten Amazon, Google und Co. mit ihren deep pockets einen Wettbewerbsvorteil\nbei der Erstellung smarter Algorithmen haben. Durch \u00fcberlegene Algorithmen\nk\u00f6nnte die Marktmacht weiter zementiert werden. Die Verweigerung des Zugangs\nvon Algorithmen k\u00f6nnte missbr\u00e4uchliche Verhaltensweisen unterst\u00fctzen. Zudem\nk\u00f6nnten Preissetzungsalgorithmen missbr\u00e4uchlich eingesetzt werden. Im\nLufthansa-Verfahren hatte das Bundeskartellamt bei einer Preissteigerung von\n25-30 % noch davon abgesehen, ein Missbrauchsverfahren einzuleiten. Ebenso\nk\u00f6nnte die Verwendung von Dynamic Pricing im Verh\u00e4ltnis B2C einen\nAusbeutungsmissbrauch und im Verh\u00e4ltnis B2B einen Behinderungsmissbrauch\ndarstellen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Muss das Kartellrecht\naufgrund der drohenden Gefahren durch Algorithmen angepasst werden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Diese Frage stellte Dr. Daniel F\u00fclling vom BMWi in die Runde und gab die Gelegenheit, Einfluss auf die 10. GWB-Novelle zu nehmen. Die Reaktionen des Publikums waren verhalten. Ich habe das Gef\u00fchl, dass die Gefahr, die von Algorithmen ausgeht, immer noch nicht hundertprozentig greifbar ist. Ein fr\u00fchzeitiger Eingriff des Gesetzgebers k\u00f6nnte die positiven Effekte von Algorithmen untergraben. Allerdings muss die Anwendbarkeit des GWB gew\u00e4hrleistet sein. Daher k\u00f6nnte man \u00fcberlegen, ob auch eine implizite Koordination durch Algorithmen in den Anwendungsbereich des Kartellverbots fallen muss. Da die Gefahr von impliziter Kollusion derzeit noch nicht besonders hoch ist, besteht kein dringender Handlungsbedarf.&nbsp;Weiterhin ungekl\u00e4rt ist die Haftungsfrage. Wer haftet im Falle eines autonomen Versto\u00dfes von Algorithmen gegen das Kartellrecht? Zwar werden laut Andreas Mundt die \u201e<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/nach-air-berlin-pleite-bundeskartellamt-ruegt-lufthansa-1.3806188\">Algorithmen nicht im Himmel vom lieben Gott geschrieben<\/a>\u201c. F\u00fcr Softwareentwickler w\u00e4re es aber durchaus interessant, unter welchen Voraussetzungen sie im Falle eines Kartellschadens in die Haftung miteinbezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gibt es auch L\u00f6sungen\nau\u00dferhalb des GWB?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ja, und auch diese wurden rege diskutiert. Zun\u00e4chst k\u00f6nnte man \u00fcber Marktl\u00f6sungen nachdenken. So k\u00f6nnten die Verbraucher einen eigenen Algorithmus einsetzen um der Koordination der Anbieter entgegen zu wirken. Klaus Holthoff-Frank von der Monopolkommission \u00e4u\u00dferte solchen Vorschl\u00e4gen gegen\u00fcber Bedenken, da im Wettlauf um die besten Daten die Verbraucher im Zweifel schlechter abschneiden. In Betracht kommt \u00fcberdies eine Regulierung von Preissetzungsalgorithmen. Offenlegungspflichten und Vorgaben f\u00fcr Programmcodes k\u00f6nnten aber die Anreize f\u00fcr Investitionen und Innovationen mindern. Es bleibt also wie immer: Der Markt allein kann es nicht, Regulierung wollen wir nicht, also muss das Kartellrecht ran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern berichtete Anja R\u00f6sner vom DICE hier im Blog \u00fcber eine Konferenz in Br\u00fcssel. Die steigende Bedeutung von \u201eBig Data\u201c, k\u00fcnstlicher Intelligenz und Algorithmen hat ja eine intensive Debatte \u00fcber die Implikationen f\u00fcr das Wettbewerbsrecht und eine Flut an Konferenzen ausgel\u00f6st. Heute berichtet Adrian Deuschle vom Lehrstuhl Podszun wie in Hamburg die Diskussion steht. Konferenzname: Algorithmen, K\u00fcnstliche Intelligenz und Wettbewerb Ort &amp; Zeit: Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t der Bundeswehr Hamburg (HSU), 23.11.2018 Gastgeber: Das Hamburger Forum Medien\u00f6konomie (hfm) unter Leitung von Prof. Dr&#8230;.<\/p>\n<p class=\"read-more\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/blog\/2019\/01\/09\/conference-debriefing-5b-big-data-kuenstliche-intelligenz-und-algorithmen\/\"> Read More<span class=\"screen-reader-text\">  Read More<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":1643,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[232,132,235,231],"class_list":["post-1637","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-algorithmen","tag-conference-debriefing","tag-hfm","tag-kuenstliche-intelligenz"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.0","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1637"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1637\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1662,"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1637\/revisions\/1662"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1643"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}