{"id":11520,"date":"2026-09-09T10:27:23","date_gmt":"2026-09-09T08:27:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.d-kart.de\/?p=11520"},"modified":"2026-09-09T16:14:24","modified_gmt":"2026-09-09T14:14:24","slug":"ordo-jubilaeumsband-eine-intellektuelle-zeitreise-oder-75-und-kein-bisschen-leise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.d-kart.de\/en\/blog\/2026\/09\/09\/ordo-jubilaeumsband-eine-intellektuelle-zeitreise-oder-75-und-kein-bisschen-leise\/","title":{"rendered":"ORDO-Jubil\u00e4umsband: Eine intellektuelle Zeitreise oder 75 und kein bisschen leise\u2026"},"content":{"rendered":"\n<p><em><em>Was h\u00e4lt die Wettbewerbsordnung zusammen, wenn M\u00e4rkte und Politik aus dem Gleichgewicht geraten? Seit nun 75 Jahren liefert das Jahrbuch f\u00fcr die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft die notwendige geistige Statik f\u00fcr diese Frage. Ein erster Blick in die jetzt erschienene Jubil\u00e4umsschrift, den ORDO-Band 75, macht deutlich, dass es sich hierbei nicht um eine beliebige Anthologie ordnungs\u00f6konomischer Klassiker handelt, sondern um einen bewusst kuratierten Gang durch die intellektuelle Geschichte des ORDO-Jahrbuchs \u2013 und damit durch die Entwicklung des deutschsprachigen und internationalen Liberalismus nach 1945. <\/em><\/em><em><em><strong>Rahel Schomaker<\/strong> (FH K\u00e4rnten) rezensiert den neuen Band der wettbewerbsrechtlichen Bastion f\u00fcr D\u2019Kart und fragt: Wie viel Zukunft steckt im Erbe der Ordnungsdenkenden?<\/em><\/em><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>ORDO \u2013 Jahrbuch f\u00fcr die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Band 75 (2026), De Gruyter, abrufbar unter <a href=\"https:\/\/www.degruyterbrill.com\/de\/journal\/key\/ordo\/75\/1\/html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.degruyterbrill.com\/de\/journal\/key\/ordo\/75\/1\/html<\/a>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Gr\u00fcnderv\u00e4ter, die Gr\u00fcndungsmutter und die gro\u00dfe Unruhe<\/h2>\n\n\n\n<p>Der neue ORDO-Band schl\u00e4gt eine durchaus mutige Br\u00fccke zwischen Vergangenheit und Gegenwart ordnungspolitischen Denkens. Die Auswahl der Beitr\u00e4ge verfolgt die Entwicklung ordnungspolitischen Denkens \u00fcber mehrere Jahrzehnte hinweg. Themen wie Wettbewerb, W\u00e4hrungsordnung, Institutionenbildung, Transformation, Sozialpolitik oder Demokratie werden nicht isoliert betrachtet, sondern als miteinander verbundene Herausforderungen moderner Gesellschaften. Durch den Wiederabdruck ausgew\u00e4hlter Schl\u00fcsseltexte aus mehr als 75 Jahren ORDO-Geschichte werden zentrale Beitr\u00e4ge der Ordnungs\u00f6konomik und des Liberalismus nicht nur vor dem Vergessen bewahrt, sondern zugleich im digitalen Zeitalter einer neuen Generation von Leserinnen und Lesern leichter zug\u00e4nglich gemacht. Die historische R\u00fcckschau bleibt dabei jedoch kein Selbstzweck. Vielmehr werden die Originalbeitr\u00e4ge durch Kommentare renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ausgew\u00e4hlter Nachwuchsforschender in einen lebendigen Dialog mit der Gegenwart eingebunden. Die Kommentare beleuchten die Texte aus heutiger Perspektive, ordnen sie wissenschaftshistorisch ein und arbeiten ihre Bedeutung f\u00fcr aktuelle wirtschafts-, rechts- und gesellschaftspolitische Debatten heraus. Auf diese Weise entsteht keine trockene Sammlung klassischer Aufs\u00e4tze, sondern ein produktiver Austausch zwischen den Herausforderungen der Vergangenheit und den Fragen der Gegenwart, der die anhaltende Relevanz ordnungspolitischen Denkens (wieder einmal) sichtbar macht.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Universitaet_Freiburg_Epitaph-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11537\" style=\"width:318px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Universitaet_Freiburg_Epitaph-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Universitaet_Freiburg_Epitaph-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Universitaet_Freiburg_Epitaph-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Universitaet_Freiburg_Epitaph-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Universitaet_Freiburg_Epitaph-440x330.jpg 440w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Universitaet_Freiburg_Epitaph-360x270.jpg 360w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Universitaet_Freiburg_Epitaph-1320x990.jpg 1320w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Universitaet_Freiburg_Epitaph.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">An der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg bildet sich in den 1930er Jahren die &#8220;Freiburger Schule&#8221; aus Gemeinschaftsseminaren von Franz B\u00f6hm, Hans Gro\u00dfmann-Doerth mit Walter Eucken hervor, Bild: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Universit%C3%A4t_Freiburg_Epitaph.jpg\">AlterVista<\/a>, <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/\">CC BY-SA 3.0<\/a>, via Wikimedia Commons<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die Entscheidung, den Band mit den programmatischen Texten von Meyer, Lenel und Eucken-Erdsiek zu er\u00f6ffnen, erscheint ausgesprochen gelungen. Gerade Edith Eucken-Erdsieks \u201eChaos und Stagnation\u201c erinnert n\u00e4mlich daran, dass die ordoliberale Tradition nicht aus abstrakten Modellen, sondern aus der Erfahrung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ersch\u00fctterungen entstand. \u00dcberzeugend ist auch, dass die Herausgeber nicht ausschlie\u00dflich auf die bekannten Namen der ordnungspolitischen Tradition setzen; neben Eucken, Hayek, B\u00f6hm, M\u00fcller-Armack oder Blankart finden sich auch heute weniger bekannte Autoren wie Heddy Neumeister, Ernst Heuss, Jan Tumlir oder Ulrich Fehl. Dadurch entsteht kein Denkmal, sondern ein Diskussionsraum, der die inhaltliche Breite des ORDO-Projekts sichtbar macht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Alte Texte, neue Fragen, Reibung ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht!<\/h2>\n\n\n\n<p>So lie\u00dfen sich Inhalt und Form des aktuellen ORDO-Bandes f\u00fcr eine TikTok-Sequenz zusammenfassen. Hervorzuheben ist dabei der Mut der Schriftleitung, kontroverse und teilweise sperrige Texte in die Auswahl aufzunehmen. Gerade dadurch wird deutlich, dass Wissenschaftsgeschichte nicht aus unumstrittenen Wahrheiten besteht, sondern aus Debatten, Widerspr\u00fcchen und intellektuellen Herausforderungen gestaltet wird.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Letzte Chance: 9. Offenes D\u00fcsseldorfer Doktorandenseminar im Kartellrecht<\/strong><br>Am 21. &amp; 22.9.2026 im Haus der Universit\u00e4t, D\u00fcsseldorf, unter anderem mit Thorsten K\u00e4seberg &amp; Tobias Hennig, Martin Lercher und Deepa Gautam-Nigge. Offen f\u00fcr alle, die sich in ihren Doktorarbeiten mit Kartellrecht oder Wettbewerbs\u00f6konomie befassen. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.jura.hhu.de\/service-und-it\/aktuelles\/9-offenes-duesseldorfer-doktorandenseminar-im-kartellrecht-1\">Infos und Anmeldung hier<\/a>!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"841\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/SocialMedia_DocSem2026-edited.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11532\" srcset=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/SocialMedia_DocSem2026-edited.png 841w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/SocialMedia_DocSem2026-edited-300x169.png 300w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/SocialMedia_DocSem2026-edited-768x432.png 768w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/SocialMedia_DocSem2026-edited-440x247.png 440w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/SocialMedia_DocSem2026-edited-480x270.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 841px) 100vw, 841px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"972\" height=\"1296\" src=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/IMG_3415-edited.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11529\" style=\"width:313px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/IMG_3415-edited.jpg 972w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/IMG_3415-edited-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/IMG_3415-edited-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/IMG_3415-edited-440x587.jpg 440w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/IMG_3415-edited-203x270.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 972px) 100vw, 972px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Edith Eucken-Erdsiek argumentiert f\u00fcr ein naturrechtliches Ordnungsverst\u00e4ndnis<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die vielleicht gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke des Bandes liegt in der anhaltenden Aktualit\u00e4t seiner Themen. Das von Edith Eucken-Erdsiek im Jahr 1948 beschriebene \u201eChaos von heute\u201c scheint angesichts der Herausforderungen des Jahres 2026 n\u00e4her denn je; viele der behandelten Fragen haben seit ihrem erstmaligen Erscheinen nichts von ihrer Brisanz verloren, sondern sind unter ver\u00e4nderten Bedingungen sogar dr\u00e4ngender geworden. Die Auseinandersetzung mit wirtschaftlicher Macht und Wettbewerb begegnet uns heute bei digitalen Plattformen, globalen Technologiekonzernen und Fragen der K\u00fcnstlichen Intelligenz. Die Diskussionen \u00fcber stabile W\u00e4hrungsordnungen und staatliche Rahmenbedingungen gewinnen angesichts geopolitischer Unsicherheiten, hoher Staatsverschuldung und neuer digitaler Zahlungsmittel neue Relevanz; die Beitr\u00e4ge zu Demokratie, \u00f6ffentlicher Meinung und gesellschaftlicher Ordnung erscheinen bemerkenswert aktuell, wenn man an Polarisierung, Desinformation und Vertrauensverluste in politische Institutionen denkt \u2013 und bange auf die aktuellen Wahlen schaut. Und auch die klassischen Fragen nach Freiheit, Gerechtigkeit und der Rolle des Staates kehren in Debatten \u00fcber Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Sozialstaatlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt aktuell wieder: Sei es die Frage nach der Zukunft des von Franz B\u00f6hm 1966 diskutierten Willk\u00fcrspielraums in autorit\u00e4rer werdenden Staaten in der Europ\u00e4ischen Union oder die Rolle des von Karl Popper 1956 gezeichneten \u201eliberalen Rasiermessers\u201c, welches die Befugnisse des Staates beschneidet, oder die von Heddy Neumeister diskutierte Frage nach Eigen- und Staatsverantwortung in modernen Sozialstaaten. Gerade diese bemerkenswerte Anschlussf\u00e4higkeit zeigt, dass die hier versammelten Texte nicht nur historische Dokumente sind, sondern weiterhin analytische Orientierung f\u00fcr Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der aktuelle ORDO-Band zeigt, kann (und sollte) Ordnungs\u00f6konomik genau das sein: Kein Museum der Ideen, sondern ein lebendiger Austausch. Der 75. Band erscheint damit weniger als Jubil\u00e4umsschrift denn als ein lebendiges Gespr\u00e4ch und auch Auftrag. Ein Auftrag, einmal gedachte Ideen in die aktuelle Zeit zu \u00fcbersetzen, zu modernisieren zuweilen, sie vielleicht in Format und Stil anzupassen, damit sie f\u00fcr Studierende interessant und f\u00fcr Politiker und Politikerinnen relevant bleiben. Das ist ein Auftrag f\u00fcr uns alle, als \u201eLichtpunkte\u201c im Sinne von Edith Eucken-Erdsiek zu agieren, gleich ob auf Instagram oder in wissenschaftlichen Aufs\u00e4tzen. Nur tun m\u00fcssen wir es, wie Oliver Budzinski, neben Jan Schnellenbach, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Herausgeber von ORDO, zu Recht betont. Es geht nicht ohne uns, genauso wenig wie es in den vergangenen 75 Jahren ohne die Orientierungen ging, die die ORDO-Liberalen setzten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"857\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/RMS_Photo-857x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11521\" style=\"width:301px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/RMS_Photo-857x1024.jpg 857w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/RMS_Photo-251x300.jpg 251w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/RMS_Photo-768x917.jpg 768w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/RMS_Photo-440x525.jpg 440w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/RMS_Photo-226x270.jpg 226w, https:\/\/www.d-kart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/RMS_Photo.jpg 901w\" sizes=\"auto, (max-width: 857px) 100vw, 857px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Prof. Dr. Rahel M. Schomaker ist Inhaberin der Professur f\u00fcr Verwaltungswissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der FH K\u00e4rnten (Villach) und apl. Professorin an der Deutschen Universit\u00e4t f\u00fcr Verwaltungswissenschaften Speyer. Sie ist, zusammen mit Dirk Wentzel und Thomas Apolte, Vorsitzende des Radein-Seminars.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Alle erw\u00e4hnten Beitr\u00e4ge finden sich im besprochenen Band.)<\/em><a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wenn Sie keine Updates in diesem Blog mehr verpassen wollen, k\u00f6nnen Sie <\/em><a href=\"https:\/\/www.d-kart.de\/newsletter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>hier den D\u2019Kart-Blog Newsletter abonnieren<\/em><\/a><em>!<\/em><\/p>\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was h\u00e4lt die Wettbewerbsordnung zusammen, wenn M\u00e4rkte und Politik aus dem Gleichgewicht geraten? 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